Mediality – Medien versus Wirklichkeit

Ludwig Schedl

Der Wiener Bildungsserver veranstaltete am 06.06.2013 die Medienpädagogische Fachtagung 2013 zum Thema „Mediality – Medien vs. Wirklichkeit“ im Conference Center der Siemens City in Wien Floridsdorf.  

Die Tagung widmete sich der Thematik, dass wir in einer stark mediatisierten Wirklichkeit leben, in der die eigene Fähigkeit der Medienkompetenz stetig weiterentwickelt werden muss. Medienkompetenz hilft uns dabei, mediale Inszenierungen leichter von objektiver Berichterstattung und sachlicher Information zu unterscheiden.

Tagungsrückblick

Den Beginn machte Gerhard Ordnung, Projektleiter des filmABCs, der den TagungsteilnehmerInnen einen akzentuierten Einblick in die Geschichte des Films lieferte und in seinem Vortrag den Zusammenhang zwischen künstlich kreierter Wirklichkeit und Realität schilderte. Besonders im Film werden unzählige technische Tricks genutzt, damit bestimmte Stimmungen und Einstellungen bei den Zusehern hervorgerufen werden.

Im Anschluss beschäftigte sich das Podium mit der Tatsache, dass zur Informationsvermittlung und – beschaffung nicht nur klassische Medienträger (Zeitungen, Radio oder Fernsehen) sondern auch neue Medien genutzt werden, wie das Internet und da im Besonderen soziale Netzwerke. Diese Vielfalt an Quellen ist einerseits eine Bereicherung, andererseits verlangt sie die persönliche Bereitschaft, Nachrichten auf ihre Relevanz und Glaubwürdigkeit zu überprüfen. In der Podiumsdiskussion „Schule-Medien-Meinungen“ standen Vorsitzende des Wiener Bildungsservers LAbg. Barbara Novak, Journalist bei „die Presse“ Christoph Schwarz und Referentin der Internet-Initiative Saferinternet.at DI Barbara Buchegger dem Publikum Rede und Antwort zur aktuellen Mediennutzung von Kinder und Jugendlichen. Insbesonders ging das Podium auf die Problematik „Handys in der Schule“ ein. Die Reaktionen des Publikums bestätigten, dass das Handyverbot in der Schule noch ein umstrittenes Thema mit unterschiedlicher Positionierung seitens SchulvertreterInnen und Eltern ist.  

In die medienpädagogische Praxis tauchten die BerufsschullehrerInnen Karin Cerny und Mag. Jutta Majcen ein, als sie das Projekt Traumfänger – Texte und Bilder gegen Gewalt dem Publikum präsentierten, das mit dem Medienpreis 2013 prämiert wurde. In den Seminaren am Nachmittag setzte sich die Weiterbildung auf praktischer Ebene fort. Die Jugendarbeiterin des Jugendzentrum „5er Haus“ Mika Tesulov stellte den TeilnehmerInnen Tools vor, wie audiovisuelle Wirklichkeiten konstruiert werden können und wie Bildmanipulation in der Werbung funktioniert. Das Referententeam von Projektor.at gestaltete ein Seminar, in dem die TeilnehmerInnen das Promethean Board ausprobieren konnten – ein interaktives Whiteboard, das derzeit zu einer der innovativen Formen des Schulunterrichts zählt.

Was sollte vermittelt werden?

Medienbotschaften verfolgen bestimmte Zwecke und präsentieren daher nur Ausschnitte der „Wirklichkeit“. Das Ziel der Tagung bestand daher darin, die eigene Wahrnehmung zu schärfen und gleichzeitig das Wissen um die einzelnen medialen Formate zu vertiefen. Im Rahmen der Medienpädagogischen Fachtagung des Wiener Bildungsservers werden sowohl theoretische als auch praktische Ideen für den schulischen Alltag geliefert.

Medienpädagogische Fachtagung auf Twitter: #tagdig

Präsentationen der Tagung

Wibs Fachtagung
Präsentation Traumfänger
Wa(h)re Schönheit

Programm

Fotogalerie der Fachtagung 2013

 

 

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